Balkonkraftwerk Rechner
Rechne aus, ob sich dein Balkonkraftwerk lohnt, mit Ermittlung der Ersparnis und der benötigten Amortisationszeit, komplett im Browser.
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Rechtliche Hinweise
Stand: 11.08.2026.
Die Ergebnisse geben den Rechts- und Steuerstand zum oben genannten Stand-Datum wieder. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersten Orientierung. Sie stellen keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar; für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für Ihren konkreten Fall wird keine Gewähr übernommen. Insbesondere ersetzen die Ergebnisse keine behördliche oder gerichtliche Bewertung. Bitte prüfen Sie die Angaben selbst sorgfältig, bevor Sie eine Entscheidung treffen, die auf dem Ergebnis beruht.
Video: So nutzt du dieses Tool
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Balkonkraftwerk Rechner: lohnt sich eine Mini-Solaranlage?
Rechnet sich ein Balkonkraftwerk für deinen Haushalt? Der Rechner schätzt die Ersparnis deiner Stecker-Solaranlage, die Amortisationszeit und den Vorteil nach 20 Jahren. Bewertet wird nur der Strom, den du selbst verbrauchst, und zwar zum Haushaltsstrompreis, den du sonst bezahlt hättest. Eine moderate Strompreissteigerung über die Jahre ist eingerechnet. Alle Werte wie Ertrag, Eigenverbrauch und Anschaffungskosten kannst du anpassen, damit das Ergebnis deinen Gegebenheiten entspricht.
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk (Stecker-Solaranlage) ist eine kleine Photovoltaikanlage mit ein bis zwei Modulen und einem Mikro-Wechselrichter, den du per Schuko-Stecker an die Haushaltssteckdose anschließt. Seit dem Solarpaket I dürfen Wechselrichter in Deutschland bis zu 800 Watt einspeisen, vorher lag die Grenze bei 600 Watt. Das reicht tagsüber oft, um Kühlschrank, Router, Standgeräte oder die Waschmaschine teilweise mit eigenem Solarstrom zu versorgen. Angemeldet wird das Gerät im Marktstammdatenregister; eine Genehmigung des Netzbetreibers ist seit der Reform nicht mehr nötig, nur eine vereinfachte Meldung. Überschüssiger Strom fließt meist unvergütet ins öffentliche Netz.
So ermittelt der Rechner die Ersparnis
Der Rechner nimmt den Jahresertrag deines Balkonkraftwerks in kWh und multipliziert den selbst verbrauchten Anteil mit dem Haushaltsstrompreis. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde ist eine, die du nicht vom Netz beziehst, daher entspricht die Ersparnis genau deinem Preis. Über die Jahre steigt der Preis um eine von dir gewählte Rate, während die Module nur minimal an Leistung verlieren. Die Ersparnisse summieren sich; sobald sie die Anschaffungskosten übersteigen, ist das Gerät amortisiert. Der Rechner blendet die Einspeisevergütung bewusst aus, weil sie bei den meisten Stecker-Solaranlagen nicht anfällt.
Beispielrechnung
Ein 800-Wp-Balkonkraftwerk für 500 Euro erzeugt in Deutschland je nach Standort rund 700 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 37 Cent (Mittel 2026 nach BDEW) und 70 Prozent Eigenverbrauch spart es im ersten Jahr etwa 180 Euro. Mit einer Strompreissteigerung von 3 Prozent pro Jahr hat es sich nach rund 3 Jahren amortisiert und bringt über 20 Jahre einen deutlichen Vorteil. In sonnigeren Lagen oder mit mehr Eigenverbrauch fällt das Ergebnis noch besser aus.
Häufige Fragen
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?
Ein 800-Wp-Gerät erzeugt je nach Standort und Ausrichtung typischerweise 600 bis 900 kWh pro Jahr. Der genaue Wert hängt von Sonneneinstrahlung, Neigung und Verschattung ab. Du kannst den Ertrag im Rechner direkt anpassen.
Muss ich mein Balkonkraftwerk anmelden?
Ja. Eine Stecker-Solaranlage wird im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert und beim Netzbetreiber vereinfacht gemeldet. Seit dem Solarpaket I ist keine Genehmigung mehr nötig. Die aktuell geltenden Regeln und Leistungsgrenzen solltest du vor der Installation prüfen.
Wie hoch ist der Eigenverbrauchsanteil?
Bei einem Balkonkraftwerk ist er meist hoch, weil du den erzeugten Strom direkt nutzt, oft zwischen 60 und 80 Prozent. Der Rest fließt, je nach Messung und Gerät, ungenutzt ins öffentliche Netz oder wird nicht gezählt.
Welche Leistung ist seit Dezember 2025 erlaubt?
Seit der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 (in Kraft seit 1. Dezember 2025) gilt: Der Wechselrichter darf bis 800 VA ins Hausnetz einspeisen. Die Modulleistung liegt an einer normalen Haushaltssteckdose bei bis zu 960 Wp, an einer separaten Energiesteckvorrichtung bis 2000 Wp. Größere Systeme brauchen diese spezielle Steckvorrichtung, nicht den klassischen Schuko-Stecker.
Warum nutzt der Rechner keine Einspeisevergütung?
Bei vielen Balkonkraftwerken wird der überschüssige Strom nicht gesondert vergütet, sondern geht unvergütet ins Netz. Der Rechner geht deshalb konservativ von reiner Eigenverbrauchs-Ersparnis aus, was die Realität der meisten Nutzer abbildet.
Ist das eine verbindliche Berechnung?
Nein. Ertrag, Strompreis und Nutzungsverhalten sind Schätzungen. Besonders die tatsächliche Einsparung hängt davon ab, wie viel deines Stroms wirklich beim Erzeugen verbraucht wird. Der Rechner dient als Orientierung, nicht als Garantie.
Werden meine Daten gespeichert?
Nein. Alle Berechnungen laufen zu 100 % lokal in deinem Browser. Deine Angaben werden weder an einen Server übertragen noch gespeichert.
Wie genau rechnet der Balkonkraftwerk-Rechner?
Das Tool arbeitet mit vier Kernwerten: dem Jahresertrag der Anlage in kWh, dem Anteil, den du selbst verbrauchst, dem Haushaltsstrompreis pro kWh und einer angenommenen Strompreissteigerung pro Jahr. Die Ersparnis eines Jahres ergibt sich aus dem selbst verbrauchten Strom multipliziert mit dem Strompreis. Über die Laufzeit steigt der Preis jährlich um deinen angenommenen Prozentsatz, während die Module nur minimal an Leistung verlieren. Die kumulierte Ersparnis wird der Anschaffung gegenübergestellt. Sobald sie die Kosten übersteigt, gilt die Anlage als amortisiert. Der Vorteil nach 20 Jahren ist die Summe aller Ersparnisse abzüglich der Anschaffungskosten.
Als Anschaffungskosten zählt nur die Anlage selbst. Fördermittel, Montagekosten oder eine Batterie solltest du bei Bedarf getrennt einrechnen. Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis deiner Angaben und kein Anspruch auf eine bestimmte Einsparung.
Was bei den Regeln zu beachten ist
Seit dem Solarpaket I sind Stecker-Solaranlagen mit einem Wechselrichter von bis zu 800 Watt Ausgangsleistung ohne aufwendiges Genehmigungsverfahren nutzbar. Seit Dezember 2025 ergänzt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 die Details: An einer normalen Haushaltssteckdose sind Module bis 960 Wp zulässig, an einer separaten Energiesteckvorrichtung bis 2000 Wp. Anmelden musst du das Gerät trotzdem: einmal im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dazu kommt eine vereinfachte Meldung beim Netzbetreiber. In den meisten Haushalten reicht der klassische Schuko-Stecker; wer mehr als 960 Wp Modulleistung möchte, braucht die Energiesteckvorrichtung, in manchen Gebäuden sind Wieland-Steckdose oder Festanschluss die sauberere Variante. Wer zur Miete wohnt, sollte vor dem Kauf die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters und die Regeln im Bundesland prüfen. Die Vorgaben können sich ändern, deshalb lohnt ein Blick auf den aktuellen Stand kurz vor der Installation.
Wie hoch fällt der Ertrag in der Praxis aus?
Ein 800-Watt-System erzeugt in Deutschland je nach Standort, Ausrichtung und Verschattung grob 600 bis 900 kWh pro Jahr, in sehr guten Lagen auch etwas mehr. Entscheidend ist, wann der Strom verbraucht wird. Wer tagsüber zu Hause ist und Kühlschrank oder Waschmaschine laufen lässt, erreicht einen hohen Eigenverbrauch von 60 bis 80 Prozent. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, hat meist mehr Überschuss, der unvergütet ins Netz fließt. Genau für diesen Fall lässt sich der Eigenverbrauchsanteil im Rechner einstellen.
Läuft die Berechnung lokal?
Ja. Der Balkonkraftwerk-Rechner arbeitet vollständig in deinem Browser, ohne dass deine Eingaben an einen Server übertragen oder gespeichert werden. Du kannst verschiedene Zahlen gefahrlos ausprobieren und vergleichen; deine Angaben bleiben auf deinem Gerät.