Solar-Wirtschaftlichkeitsrechner (Amortisation)
Ermittle, wann sich deine Photovoltaikanlage rechnet, mit Angabe von Amortisationszeit und erwarteter Rendite, komplett lokal.
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Rechtliche Hinweise
Stand: 11.08.2026.
Die Ergebnisse geben den Rechts- und Steuerstand zum oben genannten Stand-Datum wieder. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersten Orientierung. Sie stellen keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar; für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für Ihren konkreten Fall wird keine Gewähr übernommen. Insbesondere ersetzen die Ergebnisse keine behördliche oder gerichtliche Bewertung. Bitte prüfen Sie die Angaben selbst sorgfältig, bevor Sie eine Entscheidung treffen, die auf dem Ergebnis beruht.
Video: So nutzt du dieses Tool
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Solar-Wirtschaftlichkeitsrechner: wann sich deine Anlage rechnet
Wann hole ich mein Geld aus der Photovoltaikanlage wieder heraus? Die Antwort hängt vor allem von einer Zahl ab: wie viel des erzeugten Stroms du selbst verbrauchst. Unser Wirtschaftlichkeitsrechner ermittelt die Amortisationszeit deiner PV-Investition über 25 Jahre. Dabei berücksichtigt er die Ersparnis durch Eigenverbrauch, die Einnahmen aus der Netzeinspeisung, eine angenommene Strompreissteigerung, jährliche Wartung und die langsame Degradation der Module. So siehst du nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch, was die Anlage dir im Lauf ihres Lebens wirklich bringt.
So rechnet der Rechner
Jedes Jahr erzeugt die Anlage Strom, der sich in zwei Teile teilt. Der Eigenverbrauch ersetzt teuren Netzstrom und wird zum vollen Haushaltsstrompreis bewertet, in Deutschland derzeit im Schnitt bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde, je nach Tarif zwischen 35 und 40 Cent. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist und mit der Einspeisevergütung vergütet, die nach Inbetriebnahme für 20 Jahre festgeschrieben ist und 2026 für kleine Anlagen (bis 10 kWp, Teileinspeisung) bei rund 7,7 Cent pro Kilowattstunde liegt. Genau diese Lücke zwischen Strompreis und Einspeisevergütung macht den Eigenverbrauch zum wichtigsten Hebel. Von beiden Einnahmen zieht der Rechner die jährliche Wartung ab. Die Amortisation ist erreicht, sobald die kumulierten Vorteile die Anfangsinvestition übertreffen.
Was die Amortisationszeit aussagt
Die Amortisationszeit ist der Zeitpunkt, an dem deine Einsparungen und Vergütungen die Anschaffungskosten gedeckt haben. Für moderne Anlagen in Deutschland liegt sie je nach Standort, Ausrichtung und Eigenverbrauch häufig zwischen 8 und 15 Jahren, in günstigen Fällen auch darunter. Danach erwirtschaftet die Anlage weiter Gewinn, typischerweise eine Rendite im einstelligen Prozentbereich pro Jahr. Der Rechner zeigt dir zusätzlich den kumulierten Vorteil nach 5, 10, 15, 20 und 25 Jahren sowie den Gesamtgewinn nach 25 Jahren.
Beispielrechnung
Eine 8 kWp-Anlage für 9.600 Euro erzeugt in Deutschland je nach Standort rund 8.000 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 37 Cent, 40 Prozent Eigenverbrauch, 7,7 Cent Einspeisevergütung und 100 Euro Wartung im Jahr liegt der Vorteil im ersten Jahr bei rund 1.450 Euro. Unter der Annahme von 3 Prozent Strompreissteigerung amortisiert sich die Anlage nach etwa 6 Jahren und erwirtschaftet über 25 Jahre einen deutlichen Gewinn.
Häufige Fragen
Was ist die Einspeisevergütung 2026?
Die gesetzliche Einspeisevergütung legt die Bundesnetzagentur fest; sie sinkt mit jeder Anmeldung leicht. Stand August 2026 liegt sie für kleine Anlagen (bis 10 kWp, Teileinspeisung) bei rund 7,7 Cent pro kWh. Für eine Schätzung genügt dieser Wert, der Rechner nutzt deinen eingegebenen Wert. Für die aktuelle, verbindliche Vergütung schau auf die Seite der Bundesnetzagentur.
Wie hoch sollte der Eigenverbrauchsanteil sein?
Je höher, desto besser für die Wirtschaftlichkeit, denn selbst verbrauchter Strom spart den vollen Haushaltsstrompreis. Bei einer typischen Familienanlage liegt er bei 30 bis 50 Prozent, mit einem Speicher oft höher. Du kannst den Wert im Rechner direkt anpassen.
Was ist die Amortisationszeit?
Sie gibt an, nach wie vielen Jahren deine kumulierten Einsparungen und Vergütungen die Investitionskosten decken. Erst danach macht die Anlage rechnerisch Gewinn. Der Rechner ermittelt sie Jahr für Jahr mit allen Annahmen.
Warum nutzt der Rechner eine Strompreissteigerung?
Der Strompreis steigt in Deutschland historisch an. Da selbst verbrauchter Strom diesen ansteigenden Preis erspart, wächst dein Vorteil über die Jahre. Die Standardannahme von 3 Prozent pro Jahr kannst du anpassen, sensible Ergebnisse enthalten auch 0 Prozent.
Ist das eine verbindliche Renditeberechnung?
Nein. Es ist eine transparente Schätzung auf Basis deiner Annahmen. Ertrag, Preisentwicklung, Verschattung und Wartung sind unsicher. Der Rechner ist kein Beratungs- oder Steuerersatz. Für eine verbindliche Planung beauftrage einen Energieberater oder Fachbetrieb.
Werden meine Daten gespeichert?
Nein. Alle Berechnungen laufen zu 100 % lokal in deinem Browser. Deine Angaben werden weder an einen Server übertragen noch gespeichert.
Wie der Rechner im Detail vorgeht
Der Rechner arbeitet Jahr für Jahr und Schritt für Schritt nachvollziehbar. Zuerst schätzt er aus deiner Anlagengröße den jährlichen Ertrag in Kilowattstunden, für Deutschland üblicherweise etwa 800 bis 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak und Jahr. Diesen Ertrag teilt er gemäß deinem Eigenverbrauchsanteil in zwei Ströme: selbst verbrauchten Strom, bewertet zu deinem Haushaltsstrompreis, und eingespeisten Strom, vergütet mit deinem Tarif. Beide Werte rechnet er über 25 Jahre fort. Der Strompreis steigt dabei jährlich um deine angenommene Steigerung, während der Ertrag langsam um die Moduldegradation von etwa 0,4 Prozent pro Jahr sinkt. Jedes Jahr zieht er die Wartung ab. Am Ende sucht er das erste Jahr, in dem die Summe aller Vorteile die Anfangsinvestition übersteigt, und meldet es als Amortisationszeit.
Ein Beispiel, wie die Laufzeitrechnung greift: Bei rund 1.450 Euro Vorteil im ersten Jahr und 9.600 Euro Anschaffungskosten ist die Anlage nach etwa sechs Jahren an dem Punkt, an dem sie sich gerechnet hat, und erwirtschaftet danach weiter Gewinn.
Warum der Eigenverbrauch über die Rendite entscheidet
Der wichtigste Hebel ist heute der Eigenverbrauch, nicht die Einspeisevergütung. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dir den vollen Haushaltsstrompreis von oft 35 bis 40 Cent, während die Einspeisung 2026 nur rund 7,7 Cent bringt. Selbst verbrauchter Strom ist also rund fünfmal so viel wert wie eingespeister. Typische Haushalte ohne Speicher kommen auf 30 bis 40 Prozent Eigenverbrauch, mit einem gut dimensionierten Speicher häufig auf 60 bis 80 Prozent. Deshalb lohnt es sich eher, Verbraucher mit hoher Leistung wie Waschmaschine oder Wärmepumpe in die Mittagszeit zu legen oder einen Speicher einzuplanen, als auf ein paar Cent mehr Einspeisevergütung zu hoffen.
Kosten, Steuern und realistische Werte
Bei den Kosten hilft ein realistischer Rahmen: Schlüsselfertige Anlagen kosten in Deutschland aktuell grob 1.400 bis 1.800 Euro pro Kilowatt-Peak netto, bei kleineren Anlagen tendenziell mehr pro Kilowatt-Peak als bei großen. Seit 2023 ist die Lieferung und Montage von Photovoltaikanlagen und Speichern von der Mehrwertsteuer befreit, dieser Punkt kann im Preis schon enthalten sein. Die Eingaben für den Rechner findest du in deinen eigenen Unterlagen: den Strompreis auf der Jahresabrechnung, die aktuelle Einspeisevergütung bei der Bundesnetzagentur. Die größte Wirkung auf das Ergebnis hat eine realistische Eigenverbrauchsquote.
Rechnet das Tool wirklich lokal?
Ja. Alle Berechnungen laufen zu 100 % in deinem Browser, ohne Server und ohne Konto. Deine Angaben werden weder übertragen noch gespeichert. Du kannst Annahmen gefahrlos variieren und verschiedene Szenarien vergleichen, deine Daten bleiben auf deinem Gerät.