Titelgrafik: Datenformate im Überblick, Dateitypen, Umwandlung & Größen

Web & Technik

Datenformate: die wichtigsten Dateitypen, Umwandlung und Dateigrößen im Überblick

Von Daniel Ohiggins · Veröffentlicht: 12. September 2026 · 17 min Lesezeit

Die wichtigsten Dateitypen im Überblick

Eine Datei besteht immer aus zwei Ebenen: dem Format, das festlegt, wie die Daten intern gespeichert sind, und der Dateiendung wie .jpg oder .pdf, dem sichtbaren Etikett am Namen. Für die Praxis zählen vor allem vier Fragen: Kann ich die Datei überall öffnen, also wie hoch ist die Kompatibilität? Wie groß wird sie? Kann ich sie weiterbearbeiten? Und bleibt die Qualität erhalten?

Farbig sortierte Dokumente und Akten, organisiert in Ablagen

FormatKategorieKompressionTransparenzTypische GrößeHauptnutzung
JPG/JPEGRasterbildverlustbehaftetneinSmartphone-Foto ca. 2 bis 5 MBFotos, Web, E-Mail
PNGRasterbildverlustfreijaLogo oder Screenshot ca. 20 KB bis 2 MBGrafik, Screenshots, Logos
GIFRasterbildverlustfrei, max. 256 Farbenja, 1 Bitanimiert meist 1 bis 15 MBkurze Animationen, Memes
WebPRasterbildbeides möglichja25 bis 34 % kleiner als JPG (Stand 2026)Web-Bilder
SVGVektorgrafikverlustfreijaIcon ca. 1 bis 50 KBLogos, Icons, skalierbare Grafik
PDFDokumentteils verlustbehaftetegalTextseite ca. 50 bis 300 KBDruck, Abschlussdokumente, Archiv
DOCXTextdokumentZIP-basiertegalBrief ohne Bilder ca. 10 bis 200 KBbearbeitbare Texte
XLSXTabelleZIP-basiertegalkleine Tabelle unter 100 KBBerechnungen, Auswertungen
TXTReiner Textkeineegalwenige Bytes bis MBNotizen, Logs, Code
CSVTextdatenkeineegal1.000 Zeilen grob 30 bis 150 KBDatenaustausch, Export
ZIPContainer/Archivverlustfrei, DEFLATEegalspart je nach Inhalt 0 bis 80 %Bündeln, Versenden
MP3Audioverlustbehaftetegal128 kbit/s ungefähr 1 MB pro MinuteMusik, Podcasts
MP4Video-Containerverlustbehaftetegal5 Mbit/s ungefähr 37,5 MB pro MinuteVideos aller Art
HEICRasterbildverlustbehaftet, effizientjaungefähr halb so groß wie JPGiPhone-Fotos seit iOS 11

Von diesen Formaten beherrschen PNG und JPEG weiterhin das Web. Nach den aktuellen Zählungen von W3Techs liefert rund 75,5 % aller Websites PNG aus und 69,4 % JPEG, SVG liegt bei 67,7 %, das moderne WebP bei 21,8 %, GIF noch bei 13,5 % und AVIF bei 1,7 % (Stand Sept. 2026). Die Zahl bei WebP misst, wie viele Websites das Format ausliefern. Die Unterstützung im Browser ist deutlich höher und liegt bei über 96 % (Stand März 2026).

Verlustfrei oder verlustbehaftet: die goldene Regel

Ob eine Datei bei der Bearbeitung und Konvertierung Qualität verliert, entscheidet die Kompression. Bei der verlustbehafteten Kompression wie in JPG, MP3 oder MP4 werden Daten entfernt, die das Auge oder Ohr kaum wahrnimmt, dafür wird die Datei deutlich kleiner. Beim verlustfreien Speichern wie in PNG oder beim ZIP-Archivieren bleibt jede Information erhalten, die Datei wird dafür größer oder komprimiert nur begrenzt.

Die goldene Regel: Solange du eine Datei weiterbearbeitest, arbeite verlustfrei und damit in einem Arbeitsformat wie PNG, DOCX oder XLSX. Erst am Ende, wenn das Ergebnis final ist, für Web, E-Mail oder Versand in ein verlustbehaftetes Ziel wie JPG, WebP oder PDF umwandeln. Ein wiederholtes Speichern als JPG verschlechtert das Bild mit jedem Durchgang, das nennt sich Generationseffekt, und diesen Schaden holt keine spätere Konvertierung zurück.

Daten umwandeln: die richtigen Konvertierungspfade

Viele Probleme entstehen, weil das falsche Paar von Quell- und Zielformat gewählt wird. Eine Verständnisregel hilft: Je ähnlicher zwei Formate sind, desto sauberer die Umwandlung. Rasterbilder wandelt man am besten in andere Rasterbilder um, zum Beispiel mit dem kostenlosen Bild-Konverter von JPG nach PNG oder WebP. Fotos und Scans lassen sich mit Bilder zu PDF zu einem einzigen Dokument zusammenfassen, etwa für eine Bewerbung oder eine Behördeneinreichung.

Farbenfroher Programmcode auf einem Bildschirm, Nahaufnahme

VonNachSauber möglichVorsicht
JPGPNGja, verlustfrei, wird aber größerQualität wird nicht besser
JPGWebPja, deutlich kleinernur fürs Web, nicht für Druck
HEICJPGja, nötig für Austauschmit iPhone üblich
PNGWebPja, verlustfrei möglichTest mit dem Bild
DOCXPDFja, ideal fürs FinaleLayout prüfen
PDFBilderja, pro Seitebesser pdf-tools nutzen
CSVJSONja, verlustfreiTrennzeichen beachten
JSONYAMLja, verlustfreiEinrückung beachten
XMLJSONja, verlustfreiAttribute gehen teils verloren
MarkdownHTMLja, verlustfreiInhalts-Pipeline

Für Datenaustausch zwischen Systemen sind CSV, JSON und XML die typischen Partner. Der CSV-JSON-Konverter tauscht die beiden verlustfrei, JSON nach YAML hilft bei Konfigurationsdateien und XML nach JSON in der Schnittstellenwelt. Für Content-Pipelines wandelt Markdown nach HTML schnell und zuverlässig um.

Bei Textdateien ist das Zeichen-Encoding entscheidend. Heute ist UTF-8 der Standard, wer mit einem falschen Encoding exportiert, sieht bei Umlauten typische Müllzeichen wie ä. Achtung bei der Übertragung über E-Mail: Viele Anhänge werden automatisch Base64-kodiert, das bläht die Datei um etwa ein Drittel auf und ist ein häufiger Grund, warum versendete Dokumente größer wirken als lokal.

Web-Bildformate 2026: WebP und der Aufstieg von AVIF

Für Bilder im Internet hat sich die Lage in den letzten Jahren verschoben. WebP ist inzwischen der De-facto-Standard für modern ausgelieferte Fotos und wird von praktisch allen aktuellen Browsern unterstützt, laut Can I Use von rund 96,8 % (Stand März 2026). Neu ist: Auch AVIF hat die kritische Masse erreicht, die Browser-Unterstützung liegt bei über 95 % und der Abstand zu WebP ist auf gut anderthalb Prozentpunkte geschrumpft. Der alte Rat, AVIF sei riskant, ist damit 2026 nicht mehr haltbar.

FormatWebsite-Nutzung (W3Techs)Browser-UnterstützungRolle 2026
PNG75,5 %rund 99 %Referenz für Grafik, Transparenz
JPEG69,4 %rund 100 %Fotos, Kompatibilität, E-Mail
SVG67,7 %rund 98 %Vektorgrafik, Logos, Icons
WebP21,8 %96,8 %primäres modernes Web-Format
GIF13,5 %rund 99 %Animation, oft ersetzt
AVIF1,7 %95,4 %Premium-Kompression, wachsend
HEICnicht gelistet14,6 %, nur SafariApple-Ökosystem
JPEG XLunter 0,1 %0 %praktisch tot fürs Web

In Sachen Kompression ist AVIF dem JPEG deutlich überlegen und liegt auch vor WebP. Als Orientierung gilt: WebP verlustbehaftet etwa 25 bis 34 % kleiner als JPEG bei gleicher Qualität, AVIF je nach Quelle nochmals rund 20 % kleiner als WebP. Der Haken: AVIF gewinnt nicht immer. Bei flachen Grafiken, Logos und Screenshots kann WebP oder ein gutes JPEG kleiner und sauberer sein. Die pragmatische Empfehlung von Fachleuten ist deshalb das HTML-picture-Element, das AVIF für moderne, WebP für mittlere und JPG für alte Browser bereitstellt, meist erzeugt das CMS diese drei Varianten automatisch aus einem Upload.

Welches Format für welchen Zweck?

Die Praxis übersetzt sich in eine klare Checkliste. Wer sich daran hält, hat in den allermeisten Fällen sowohl die richtige Qualität als auch die kleinste sinnvolle Datei.

  • Foto versenden oder drucken: JPG, Qualität etwa 80 bis 90 %
  • Foto auf eine Webseite stellen: WebP
  • Logo oder Grafik mit Transparenz: SVG, sonst PNG
  • Screenshot: PNG
  • Animation, klein und modern: WebP (animiert) oder MP4 statt GIF
  • Dokument final versenden: PDF
  • Dokument amtlich oder zur Archivierung: PDF/A
  • Text zur Weiterbearbeitung: DOCX
  • Berechnungen und Tabellen: XLSX
  • Daten zwischen Systemen: CSV, für Web und API JSON
  • Logs, Notizen und Code: TXT mit UTF-8
  • Mehrere Dateien als einen Anhang: ZIP
  • Musik universal hören: MP3, 128 bis 320 kbit/s
  • Video universal teilen: MP4 mit H.264
  • iPhone-Foto herausgeben: als JPG exportieren
  • B2B-Rechnung in Deutschland: XRechnung oder ZUGFeRD, kein normales PDF

Wer einen kompletten Ablauf von der Bildauswahl bis zum Export sucht, findet im Playbook Bilder fürs Web optimieren eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Die Web-Bilder im Publishing zeigen, wie Fotos und Grafiken sauber für Veröffentlichungen aufbereitet werden.

E-Mail-Anhänge: Größenlimits und der sichere Korridor

Die maximale Anhangsgröße hängt vom Anbieter ab und bezieht sich in der Regel auf die gesamte Nachricht, also alle Anhänge zusammen. Entscheidend ist außerdem die Base64-Kodierung: Sie vergrößert die tatsächliche Übertragungsgröße um rund ein Drittel. Eine 25-MB-Nachricht lässt damit nur etwa 18 MB rohe Dateidaten zu.

Briefe und Briefumschläge, gesammelt mit Kordel, auf Holz

AnbieterLimit pro NachrichtRohdaten nach Base64Empfehlung
Gmail (privat)25 MBca. 18 MBbis 15 MB
Outlook.com25 MBca. 18 MBbis 15 MB
Yahoo Mail25 MBca. 18 MBbis 15 MB
GMX FreeMail20 MBca. 15 MBbis 10 MB
WEB.DE FreeMail20 MBca. 15 MBbis 10 MB
T-Online32 MBca. 24 MBbis 20 MB
Firmen-Exchange (Default)ca. 10 MBca. 7,5 MBbis 7 MB

Die Werte stammen aus den offiziellen Hilfeseiten der Anbieter (Stand Sept. 2026). Firmenmailserver hängen nach Einschätzung vieler IT-Experten bei etwa 10 MB als Werksvorgabe, wobei Administratoren den Wert anheben können und Microsoft 365 standardmäßig 25 MB erlaubt (Stand 2026). Überschreitet ein Anhang in Gmail das Limit, wird er automatisch entfernt und als Google Drive-Link eingefügt.

Daraus ergibt sich ein robuster Praxiswert: Rund 10 MB pro E-Mail passen bei fast allen Anbietern durch, auch bei restriktiven Firmenservern, und lassen genug Puffer für die Base64-Aufblähung. Wer große Bilder verschickt, sollte sie vorher mit dem Bild-Komprimierer verkleinern oder PDFs mit den PDF-Tools schlanker machen. Mehrere Dateien bündelst du in einen ZIP-Ordner, wobei du beachten solltest, dass manche Mailserver und Behördenports ZIP-Anhänge aus Sicherheitsgründen blockieren.

Dateigrößen verstehen und steuern

Die größten Hebel für die Dateigröße sind Auflösung und Qualität, nicht das Format an sich. Ein Foto mit 12 Megapixeln wird immer groß, egal ob als JPG oder WebP, die Kompression spart nur einen Teil. Wer Dateien klein halten will, verkleinert zuerst die Pixel, dann die Qualität. Der Dateigrößen-Konverter rechnet die gängigen Einheiten KB, MB und GB um, wenn Angaben aus Bitraten in verständliche Größen übersetzt werden sollen.

Offene Festplatte im Detail, Speicherplatten sichtbar

Audio: Die Größe einer MP3-Datei folgt der Formel Bitrate × Dauer ÷ 8. Bei 128 kbit/s sind das rund 0,94 MB pro Minute und etwa 56 MB pro Stunde, bei 320 kbit/s rund 2,3 MB pro Minute.

BitrateKB/sMB pro MinuteMB pro StundeAnwendung
64 kbit/s80,47ca. 28Sprachpodcast
128 kbit/s160,94ca. 56Standard-MP3, Podcast
192 kbit/s241,4ca. 84Musik
320 kbit/s402,3ca. 138MP3-Maximum

Video: Hier gilt Gesamtbitrate × Dauer ÷ 8. Ein Video mit 5 Mbit/s benötigt etwa 37,5 MB pro Minute und rund 2,25 GB pro Stunde. Die Bitrate hängt stark vom Codec und der Auflösung ab.

ZIP: Die Kompression ist verlustfrei, sie wirkt aber nur, wo Redundanz vorhanden ist. Text und CSV verlieren 60 bis 80 % ihrer Größe, Office-Dokumente 20 bis 50 %, bereits komprimierte Formate wie JPG, MP3, MP4 oder PDF fast nichts. Wer eine MP4 einpackt, spart kaum Platz und der ZIP-Umschlag macht die Datei nur unhandlicher.

Video und Audio: Container, Codec und die Lizenzfrage

Ein häufiges Missverständnis: MP4 ist kein Codec, sondern ein Container, also eine Verpackung für Video- und Audiospuren. Das eigentliche Kompressionsverfahren, der Codec, sitzt darin, zum Beispiel H.264, H.265 oder AV1. Genau dieser Unterschied erklärt, warum eine gleich aussehende MP4 auf dem einen Gerät läuft und auf dem anderen nicht.

CodecJahrRoyalty-freiKompression vs. H.264Browser-SupportEmpfehlung Web
H.264/AVC2003neinReferenzrund 100 %Fallback
H.265/HEVC2013nein35 bis 50 % wenigerfragmentiertbedingt
AV12018ja55 bis 65 % wenigerüber 95 %Präferenz
VVC/H.2662020neinnochmals besserkaumnein

H.264 bleibt der Arbeitstier-Codec und läuft überall. H.265 bietet bessere Kompression, leidet aber unter einer komplexen Lizenz- und Patentlage, die Hersteller zunehmend zu AV1 treibt. AV1 ist vollständig lizenzfrei, spart bei gleicher Qualität rund die Hälfte bis zwei Drittel der Bitrate gegenüber H.264 und hat inzwischen Hardware-Unterstützung in nahezu allen modernen Geräten (Stand 2026). VVC schließlich ist für den Browser irrelevant und bleibt Broadcast und Premium-OTT vorbehalten.

Auch bei Animationen gilt: Wer kurze Clips teilt, sollte nicht auf GIF setzen. GIF speichert jeden Frame als eigenes farbreduziertes Bild ohne Zwischenbild-Schätzung und wird dadurch riesig. Ein MP4 oder WebM kann je nach Motiv zehn- bis hundertmal kleiner sein, wie der Vergleich einer 5-Sekunden-Aufnahme zeigt, in dem ein 8,4-MB-GIF als H.264-MP4 nur noch 211 KB wiegt (Stand 2026).

Behörden und offizielle Abgabe: PDF/A und E-Rechnung

Für Dokumente, die offiziell abgegeben oder dauerhaft archiviert werden, ist PDF der Standard und PDF/A die sichere Wahl. PDF/A ist ein genormtes Archivformat nach ISO 19005, das Schriften und Farben verbindlich einbettet und damit eine langfristige, endgeräteunabhängige Lesbarkeit sicherstellt. Für die meisten Archiv- und Abgabezwecke ist PDF/A-2 die gängige Empfehlung, PDF/A-4 baut seit 2020 auf PDF 2.0 auf (Stand 2026).

Hand sortiert Unterlagen mit Büroklammern, Nahaufnahme

Bereits komprimierte oder gescannte Behördenunterlagen bündelst du am besten mit den PDF-Tools zu einer Datei und schützt vertrauliche Dokumente mit einem Passwort. Wichtig zur Einordnung: Das studio-tools PDF-Toolset erzeugt einen normalen PDF-Export, PDF/A entsteht im jeweiligen Originalschreibprogramm, etwa über den Exportdialog von Word oder einem PDF-Drucker mit Archiv-Profil.

Seit dem 1. Januar 2025 gilt für inländische B2B-Geschäfte die Pflicht, E-Rechnungen zu empfangen, und die Erstellungspflicht kommt gestaffelt: ab 2027 für größere und ab 2028 für alle Unternehmen. Die anerkannten Formate sind XRechnung und ZUGFeRD, die beide auf der europäischen Norm EN 16931 aufbauen. An Behörden sind Vorgaben strenger und XRechnung schon länger Standard (Stand 2026). Ein normales PDF ist dafür keine E-Rechnung, auch wenn es als Beleg mitgeschickt wird.

Häufige Fragen

Welche Bilddatei hat die kleinste Dateigröße?
Für Fotos im Web ist WebP am kompaktesten, Google spricht von rund 25 bis 34 Prozent weniger als ein vergleichbares JPG bei gleicher Qualität. Für Grafiken mit Transparenz gewinnen WebP oder ein sauber optimiertes PNG. Für Animationen ist schlicht video statt GIF die beste Wahl, ein MP4 kann je nach Motiv zehn- bis hundertmal kleiner sein. Wichtig: Die kleinste Datei ist nicht automatisch die beste, für Druck und Archiv bleibt JPG oder PDF die sichere Wahl.
Ist WebP besser als JPG und sollte ich alles umwandeln?
Für Webseiten ja: WebP bietet bei gleicher optischer Qualität deutlich kleinere Dateien und wird inzwischen von über 96 Prozent der Browser unterstützt. Für Archiv, Druck oder wenn alte Software im Spiel ist, bleibt JPG der sichere Standard. Ein pauschales Umwandeln ist nicht nötig, moderne Bild-Workflows erzeugen WebP beim Export zusätzlich, ohne das ursprüngliche JPG zu löschen.
Kann ich eine JPG in verlustfreie Qualität zurückverwandeln?
Nein. Eine Umwandlung von JPG nach PNG ist technisch möglich, aber die beim JPG-Speichern entfernten Bilddaten kommen nicht zurück, die Datei wird nur größer. Der Generationseffekt lässt sich nicht rückgängig machen. Wer Qualität erhalten will, arbeitet immer vom bestmöglichen Original, also vom Rohformat oder dem unkomprimierten Zwischenstand.
Warum ist meine konvertierte Datei manchmal größer als vorher?
Typische Ursachen sind ein verlustfreies Ziel, eine JPG nach PNG Umwandlung bläht Fotos auf, ein höheres DPI beim Rendern, eingebettete Metadaten und Schriften bei PDF sowie die Base64-Kodierung von E-Mail-Anhängen, die etwa 33 Prozent aufschlägt. Deshalb Zielparameter wie Auflösung und Qualität beim Export bewusst setzen, nicht einfach das Format tauschen.
Wie groß darf ein E-Mail-Anhang maximal sein?
Privat erlauben Gmail und Outlook.com 25 MB pro gesamter Nachricht, Yahoo ebenfalls 25 MB, GMX und WEB.DE in der Free-Version 20 MB, T-Online 32 MB. Firmenmailserver hängen oft bei rund 10 MB. Da Anhänge base64-kodiert etwa 33 Prozent größer werden, ist ein sicherer Zielkorridor von etwa 10 MB roher Dateigröße pro Mail die robuste Faustregel.
Welches Format akzeptieren Behörden am sichersten?
PDF, für Archiv- und Abgabezwecke am besten PDF/A nach ISO 19005. Es ist endgeräteunabhängig, druckt identisch und gilt als offizieller Langzeitstandard. Editierbare Formate wie DOCX sollten nie die offizielle Eingabe sein. Für Rechnungsabgabe verlangt der Gesetzgeber seit 2025 ohnehin E-Rechnungen nach XRechnung oder ZUGFeRD statt eines normalen PDF.
Was ist der Unterschied zwischen MP4 und H.264?
MP4 ist der Container, also die Verpackung für Video- und Audiospuren, Untertitel und Metadaten. H.264 ist ein Video-Codec, das eigentliche Kompressionsverfahren, das darin stecken kann. Eine MP4-Datei kann auch mit H.265 oder AV1 kodiert sein. Deshalb ist gleiche Dateiendung nicht gleich abspielbar, der Player muss den Codec unterstützen.
Warum speichert mein iPhone Fotos als HEIC und nicht als JPG?
Seit iOS 11 im Jahr 2017 ist HEIC der Standard, weil es bei ähnlicher Qualität rund die halbe Dateigröße belegt. Für den Austausch mit Windows und Android oder für Upload-Formulare ist HEIC aber oft problematisch. In den iPhone-Fotoeinstellungen lässt sich die Übertragung auf automatisch stellen, oder man wandelt gezielt in JPG um.
Verliere ich Qualität, wenn ich eine Datei zippe?
Nein. ZIP arbeitet verlustfrei, der Inhalt ist danach byteidentisch. Aber ZIP komprimiert bereits komprimierte Formate wie JPG, MP3, MP4 oder PDF kaum noch spürbar, dort sind die Ersparnisse nahe null. Wirken tut ZIP vor allem bei Text, CSV, Office-Dokumenten und unkomprimierten Formaten.

Dieses Handbuch ist eine allgemeine Orientierungshilfe und ersetzt keine fachliche Beratung. Die komprimierenden Formate und Browser-Anteile ändern sich laufend, verlasse dich bei konkreten Projekten auf aktuelle Werte. Behördenanforderungen und die E-Rechnungspflicht können sich mit Gesetzesänderungen verschieben, prüfe Fristen und Vorgaben im Einzelfall.

Quellen und Stand dieser Angaben

Die Zahlen in diesem Handbuch stammen aus den genannten Quellen und wurden zuletzt am 12. September 2026 geprüft. Marktanteile der Formate, Browser-Unterstützung und Anbieter-Größenlimits ändern sich, deshalb steht hinter jedem aktuellen Wert ein Stand-Datum. Erfahrungswerte sind als solche gekennzeichnet.

  • W3Techs: Verbreitung der Bildformate im Web, Stand September 2026. w3techs.com
  • Can I Use: Browser-Unterstützung von WebP, AVIF, HEIC und JPEG XL, Stand März 2026. caniuse.com
  • Google: An image format for the Web (WebP-Studie, 25 bis 34 Prozent kleiner als JPEG). developers.google.com
  • Gmail-Hilfe: Größenlimits für Anhänge, 25 MB privat, Drive-Link bei Überschreitung. support.google.com
  • Microsoft: Sendegrenzwerte in Outlook.com, 25 MB, OneDrive-Share bis 2 GB. support.microsoft.com
  • GMX-Hilfe: Dateianhängelimit FreeMail 20 MB, ProMail 50, TopMail 100. hilfe.gmx.net
  • WEB.DE-Hilfe: Dateianhängelimit FreeMail 20 MB, Club und MailPlus bis 100 MB. hilfe.web.de
  • Telekom hilft: Maximale Anhangsgröße bei T-Online 32 MB. telekomhilft.telekom.de
  • WiseStamp: Default attachment limits on-premises Exchange rund 10 MB. wisestamp.com
  • PDF Association: ISO 19005 PDF/A, Versionen 1 bis 4 und Stufen. pdfa.org
  • Bundesfinanzministerium: E-Rechnung mit XRechnung und ZUGFeRD, Übergangsregelung ab 2025.
  • RFC 4180: Common Format and MIME Type for Comma-Separated Values (CSV). datatracker.ietf.org
  • Bitmovin: 10. Ausgabe des Video Developer Reports, Stand 2026. streaminglearningcenter.com
  • forasoft: Visueller Codec-Vergleich H.264 gegen H.265 gegen AV1, Stand Mai 2026. forasoft.com
  • web.dev: Replace animated GIFs with video for faster page loads. web.dev